Pressemeldung des DRIV
Abteilung Rollhockey

(tg) Das erste Tabellenbild der Rollhockey-Bundesliga ist zwar naturgemäß wenig aussagekräftig,
doch es ist durchaus überraschend: Calenbergs Bisons stürmten mit einem 15:0-Auftaktsieg in
Wuppertal regelrecht an die Tabellenspitze. Dahinter liegt nicht ganz unerwartet Herringen (6:0 über
Darmstadt), gefolgt von Recklinghausen (7:3 über Krefeld) und Düsseldorf (3:0 in Walsum). Erst auf
Rang fünf findet sich der Titelverteidiger aus Iserlohn, der sich mit Cronenberg ein regelrechtes
Penalty-Duell lieferte und knapp mit 8:7 gewann.

Spiel der Woche: ERG Iserlohn – RSC Cronenberg 8:7 n. Pen. (6:6/5:5/4:2)
Sergio Pereira war aus Iserlohner Sicht der Held des Tages, sein Penalty – es war der achte (!) – sicherte dem Meister den
Sieg im deutschen Klassiker gegen überaus kämpferische Cronenberger Löwen.
Nach der ersten Halbzeit indes sah es ganz nach einem souveränen Auftakt für die Sauerländer aus. Timon Henke (8.) und
Sergio Pereira (11.) hatten per Doppelschlag die zielstrebigen Gastgeber in Vorlage gebracht. Zwar gelang Jordi Molet kurz
darauf der Anschluss (16.), doch weiter vier Minuten später war der Iserlohner Zwei-Tore-Vorsprung dank Timon Henke wieder
hergestellt.
Danach aber ging es mit dem Minikader der Westfalen immer steiler bergab, Cronenberg dagegen bekam Rückenwind. So war
das 2:3 von Sebastian Rath ein klares Zeichen (24.), dass die Bergischen sich noch längst nicht abgeschrieben hatten. Da sich
der Torschütze Sekunden darauf jedoch eine blaue Karte einhandelte, ergab sich für Nils Hilbertz per Direktem die Chance,
noch vor der Pause den Abstand wieder zu erhöhen.
In den zweiten Durchgang starteten die Cronenberger dann deutlich schwungvoller und schlossen durch Kay Hövelmann
schnell wieder auf (29.). Einen Direkten nach Iserlohns schon 15. Teamfoul (32.) ließen die RSCler dann zwar ungenutzt, doch
Benjamin Nusch holte den versäumten Ausgleich drei Minuten später nach. Und es kam noch besser für die Gäste, denn
sechs Minuten vor dem Ende nahm Kay Hövelmann Maß und schockte den Meister mit dem 5:4 (44.).
Iserlohn warf nun alles nach vorne, konnte aber selbst eine Zeitstrafe gegen RSC-Keeper Fynn Hilbertz nicht nutzen: Leon
Geisler wehrte den Strafstoß routiniert ab (45.). Sergio Pereira hatte aber noch ein Ass im Ärmel und schoss seine Farben
knapp 90 Sekunden vor Ablauf der Uhr doch noch in die Verlängerung. Der Meister hatte kurz darauf aber auch Glück, dass
die Gäste einen weiteren Strafstoß nach 20. Teamfoul nicht verwerten konnten.
Die Extraschicht blieb in den ersten fünf Minuten torlos. Erst als Fynn Hilbertz erneut „Blau“ sah, war das 6:5 für Iserlohn nicht
mehr zu verhindern – Sergio Pereira donnerte die Kugel in die Maschen (56.). Doch auch dies reichte nicht zum Erfolg, da
Marco Bernadowitz aus der Distanz noch die Lücke zum abermaligen Gleichstand fand (58.).
Im finalen Penaltyschießen setzte sich dann fort, was in der Stunde zuvor schon klar zu erkennen war: Beide Teams waren
vom Punkt keineswegs treffsicher. So trafen von den jeweils ersten fünf Schützen nur Timon Henke und Kay Hövelmann ins
Schwarze. Der sechste sowie der siebte Versuch gingen hüben wie drüben in die Hose, ehe Sergio Pereira im achten Duell
das 8:7 markierte und der folgende RSC-Schütze nicht nachziehen konnte.
ERG Iserlohn: P. Glowka, T. Weber; N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke. – RSC Cronenberg:
F. Hilbertz (45. – 47.; 56. – 58. L. Geisler); M. Bernadowitz, J. Molet, B. Nusch, K. Hövelmann, S. Rath, K. Riedel, N. Morovic, D.
Leandro. – Schiedsrichter: L. Niestroy / C. Niestroy.
Torfolge: 1:0 (8.) T. Henke, 2:0 (11.) S. Pereira, 2:1 (16.) J. Molet, 3:1 (20.) T. Henke, 3:2 (24.) S. Rath, 4:2 (25./Direkter) N.
Hilbertz, 4:3 (29.) K. Hövelmann, 4:4 (35.) B. Nusch, 4:5 (44.) K. Hövelmann, 5:5 (48.) S. Pereira, 6:5 (56./Direkter) S. Pereira,
6:6 (58.) M. Bernadowitz. – Penaltys: T. Henke, S. Pereira – K. Hövelmann – Zeitstrafen: ERG 0 min – RSC 6 min (S. Rath/25.
– F. Hilbertz/45. & 56.) – Teamfouls: ERG 21 – RSC 13.

SK Germania Herringen – RSC Darmstadt 6:0 (3:0)
Eine Viertelstunde Anlaufzeit brauchte Herringen, um sich die hartnäckigen Darmstädter zurecht zu legen. Dann aber gab es
kein Halten mehr und einzige RSC-Schlussmann Marvin Mensah verhinderte eine noch klarere Abfuhr der Hessen.
Chancen für die Germanen gab es von Beginn an in großer Menge, Darmstadt kam kaum aus der eigenen Abwehr heraus und
konnte das torlose Remis nur dank eines überragenden Torwartes halten. Auf Dauer war dies jedoch keine Option und Lucas
Karschau drückte das SKG-Übergewicht mit seinem Hattrick (15./21./22.) dann auch in Zahlen aus.
Nach der Pause legte Lucas Karschau schnell das 4:0 nach (30.), womit auch endgültig die Luft raus war. Die Westfalen
verwalteten nun ich in aller Ruhe ihren Vorsprung und legten erst in der Schlussphase noch einmal einen höheren Gang ein.
Dies führte prompt zu zwei weiteren Treffern von Liam Hages (46.) sowie Kevin Kausch, der eine Überzahl zum
abschließenden 6:0 nutzte (50.)
SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L.
Karschau, Lu. Hages. – RSC Darmstadt: M. Mensah, M. Warmbier; F. Bender, N. Koch, P. Wagner, M. Becker, M. Hack, M.
Behnke, A. Andrade, D. May. – Schiedsrichter: P. Thißen / A. Feiteira.
Torfolge: 1:0 (15.) L. Karschau, 2:0 (21.) L. Karschau, 3:0 (22./Direkter) L. Karschau, 4:0 (30.) L. Karschau, 5:0 46.) L. Hages,
6:0 (50./Überzahl) K. Karschau. – Zeitstrafen: SKG 0 min – RSC 6 min (A. Andrade/22. & 49. – M. Hack/38.) – Teamfouls:
SKG 2 – RSC 8.

RESG Walsum – TuS Düsseldorf-Nord 0:3 (0:1)
Ein unangenehmes Déjà-vu hatte RESG-Trainer Günter Szalek, denn wie schon im Vorjahr verpatzten seine Walsumer den
Saisonstart im Niederrhein-Derby gegen quirlige Düsseldorfer.
Lange Zeit war es eine sehr ausgeglichene Partie, und auch das 1:0 für den TuS durch Davy van Willigen (20.) war keinesfalls
Anlass zur Sorge bei den roten Teufeln. Mit diesem knappen Resultat wechselten beide Teams also die Seiten. Nach dem
Wiederanpfiff jedoch blieben alle Bemühungen der Hausherren im Sande stecken. Da aber auch die Gäste keineswegs mit
großer Durchschlagskraft aufwarteten, war die Spannung zumindest gewahrt.
Die Entscheidung fiel schließlich eine gute Viertelstunde vor dem Ende: Miquil Vila Gallaguet handelte sich eine blaue Karte
ein, was Andreas Paczia per Strafstoß mit dem 2:0 zusätzlich bestrafte (37.). Sekunden darauf hätten sich die Walsumer nach
Zeitstrafe für den TuSler Tobias Paczia indes wieder zurückmelden können, scheiterten vom Punkt als auch in Überzahl aber
an Düsseldorfs WM-Keeper Jan Kutscha.
Als die Düsseldorfer sich wieder komplettieren konnten, nutzte Davy van Willigen einen Moment der Unachtsamkeit auf Seiten
der RESG und machte mit dem 3:0 praktisch schon den Deckel drauf. Wütende Walsumer Attacken in den Schlussminuten
hatten nicht den erwünschten Erfolg, die TuS-Abwehr stand sicher und ließ nichts mehr anbrennen.
RESG Walsum: T. Wahlen, R. Lorz; M. Vila Gallaguet, C. Berg, C. Nusch, J. Dobbratz, X. Berruezo, S. Haas, F. Schmidt, F.
Sturla. – TuS Düsseldorf-Nord: J. Kutscha, Lu. Brandt; J. Pink, D. Carrilho, D, van Willigen, T. Paczia, C. Gatermann, T.
Abdalla, A. Paczia. – Schiedsrichter: T. Sörensen / B. Ullrich.
Torfolge: 0:1 (20.) D. van Willigen, 0:2 (37./Direkter) A. Paczia, 0:3 (40.) D. van Willigen. – Zeitstrafen: RESG 2 min (M. Vila
Gallaguet/37.) – TuS 2 min (T. Paczia/38.) – Teamfouls: RESG 7 – TuS 10.
RHC Recklinghausen – HSV Krefeld 7:3 (5:1)
Recklinghausens WM-Akteur Christoph Rindfleisch war der Mann des Tages, der mit einem Hattrick in der ersten Viertelstunde
die Basis für den Startsieg über überraschend harmlose Krefelder legte.
Die Begegnung war noch keine zwei Minuten alt, da zappelte die Kugel bereits das erste Mal im HSV-Tor. Christoph
Rindfleisch ließ sich feiern – und legte in der 6. und 12. Minute noch zweimal nach. Die RHC-Überrumpelungstaktik war somit
vollauf gelungen, im weiteren Verlauf agierten die Hausherren nun aus sicherer Defensive heraus.
Und Krefeld? Die Seidenstädter waren angesichts des ebenso schnellen wie hohen Rückstandes völlig aus dem Konzept
gebracht und fanden lange gar nicht ins Spiel. Erst kurz vor der Pause nahm ihr Spiel Kontur an, doch erste Angriffsaktionen
wurden von den Vestern eiskalt beantwortet: Zweimal konterte Niko Nohlen – 5:0 (19./23.). Dass Daniel Quabeck Sekunden
vor der Halbzeitsirene das 1:5 gelang, fiel dabei gar nicht mehr ins Gewicht.
Zumal die Recklinghäuser nach dem Wiederanpfiff diszipliniert ihrer Marschroute folgten und in der Abwehr sicher alle HSV-
Angriff abblockten Erst in der 40. Minute gelang Maximilian Hendricks das 2:5, dem jedoch umgehend das sechste RHC-Tor
durch Niklas Nohlen folgte. Niko Nohlen legte sicherheitshalber nochmals nach (47.), ehe Philipp Greiffenstein den 3:7-
Schlusspunkt setzte.
RHC Recklinghausen: D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, Niklas Nohlen, C. Rindfleisch, Niko Nohlen, M.
Schürmann. – HSV Krefeld: M. Hass, L. Vroomen; S. Holtzer, M. Hendricks, D. Horchmer, M. Hackel, S. Micus, D. Quabeck,
P. Greiffenstein, N. Kluschewski. – Schiedsrichter: D. Loewe / L. Nawratil.
Torfolge: 1:0 (2.) C. Rindfleisch, 2:0 (6.) C. Rindfleisch, 3:0 (12.) C. Rindfleisch, 4:0 (19.) Niko Nohlen, 5:0 (23.) Niko Nohlen,
5:1 (25.) D. Quabeck, 5:2 (40.) M. Hendricks, 6:2 (44.) Niklas Nohlen, 7:2 (47.) Niko Nohlen, 7:3 (50./Unterzahl) P.
Greiffenstein. – Zeitstrafen: RHC 0 min – HSV 2 min (D. Quabeck/49.) – Teamfouls: RHC 6 – HSV 8.

SC Moskitos Wuppertal – SC Bison Calenberg 0:15 (0:8)
Chancenlos waren die Wuppertaler Moskitos angesichts des Calenberger Sturmlaufs, sodass bereits nach zehn Minuten der
Sieger in dieser einseitigen Begegnung feststand
Leif Johansson (4./6.), Reik Johansson (6./9.) und Milan Brandt (8.) hatten diese wenigen Minuten gereicht, um fünf Tore für die
Bisons zu markieren. Entsprechend desillusioniert waren die durchaus mit Ambitionen ins Spiel gegangenen Wuppertaler, die
sich in der Folgezeit nur mit großer Mühe dem Anrennen ihrer Gäste entgegenstemmen konnten. Gänzlich aufhalten ließen
sich die Niedersachsen freilich nicht, Mitte des ersten Durchgangs erhöhten Timo Tilborghs (15./18.) und Milan Brandt (18.)
binnen weniger Augenblicke auf 8:0.
Nachdem Milan Brandt und Leif Johansson kurz nach dem Seitenwechsel das Resultat zweistellig gemacht hatten, schalteten
die Calenberger zunächst einmal einige Gänge zurück. Dann aber keimte offensichtlich der Gedanke an eine sichere
Tabellenführung nach der ersten Runde, und die Torjagd wurde in der Schlussphase noch einmal eröffnet: Marvin Stoffle (2),
Milan Brandt, Dennis Kuczynski und Rico van den Dungen legten noch ordentlich nach.
SC Moskitos Wuppertal: R. Prange, A. Obermeier; Y. Brockmann, D. Meuer, T. Lückenhaus, M. Mirscheid, J. Henckels, G.
Dincer, R. Hauck, N. Brikmann. – SC Bison Calenberg: A. Fragapane, A. Schadinsky; R. van den Dungen, L. Johansson, D.
Kuczynski, R. Johansson, T. Tilborghs, M. Brandt, M. Stoffle, M. Luther. – Schiedsrichter: T. Ullrich / M. Wittig.
Torfolge: 1:0 (4.) L. Johansson, 2:0 (6.) L. Johansson, 3:0 (6.) R. Johansson, 4:0 (8.) M. Brandt, 5:0 (9.) R. Johansson, 6:0
(15.) T. Tilborghs, 7:0 (18.) M. Brandt, 8:0 (18.) T. Tilborghs, 9:0 (30.) M. Brandt, 10:0 (30.) L. Johansson, 11:0 (40.) M. Brandt,
12:0 (45.) M. Stoffle, 13:0 (47.) D. Kuczynski, 14:0 (47.) M. Stoffle, 15:0 (49./Direkter) R. van den Dungen. – Zeitstrafen: SCM 2
min (R. Hauck/16.) – SCB 0 min – Teamfouls: SCM 10 – SCB 10.