ERG Iserlohn – RHC Recklinghausen 7:5 (4:3)
Mit einem B-Team (ohne Patrick Glowka, Sergio Pereira, Kai Milewski, Sebastian Glowka) blieb dem amtierenden Meister die
bittere Erkenntnis, dass es gegen Recklinghausen schon größter Anstrengung bedarf, um als Sieger vom Platz zu gehen. Lange
Zeit sah es sogar ganz danach aus, als ob die Vester am Hemberg gewinnen würden.
Schon in der Startphase war zu merken, dass sich der RHC angesichts der Iserlohner Personalnot gute Chancen ausrechnete:
Die Gäste ergriffen umgehend das Zepter und verpassten das 1:0 mehrfach nur knapp. Dieses markierten die ziemlich konfus
wirkenden Hausherren, nachdem Nils Hilbertz und Adrian Börkei die erste durchdachte Aktion gelungen war (5.), was aber nur
kurzfristig verschleierte, dass die Gäste mehr Spielanteile hatten.
Folglich schloss Christoph Rindfleisch einen Konter nur zwei Minuten nach dem Rückstand mit dem 1:1 ab, ehe ERG-
Schlussmann Lukas Kost mehrfach die RHC-Führung verhinderte. Zwei Geistesblitze von Nils Hilbertz (11./12.) konterkarierten
das Geschehen dann abermals – hatte bei Recklinghausen aber keine nachhaltige Wirkung: Die Vester spielten weiter kontrolliert
und kamen dank schönem Passspiel durch Niklas Nohlen (17.) und Niko Nohlen (23.) wieder zum Ausgleich.

Einzige Makel aus Gästesicht: Iserlohn ging mit einer Führung in die Pause, da Nils Hilbertz eine Unstimmigkeit in der RHC-
Defensive Sekunden vor Ablauf der Uhr zum 4:3 nutzte. Doch die Iserlohner Führung hatte nach Wiederbeginn nicht lange Be-
stand: Christoph Rindfleisch traf nach Doppelpass mit Niko Nohlen zum 3:3 (30.), wenig später verwandelte Niklas Nohlen einen
Strafstoß zum 4:3 (33.).
Und diese Führung hielt, wenngleich Iserlohn nun endlich erkannte, dass Recklinghausen eine harte Nuss ist. Wütend drückte der
Meister nun aufs Tempo, kam aber nur selten zum kontrollierten Abschluss, weil der RHC mit Mann und Maus dagegen hielt. Erst
als Niklas Nohlen etwas unglücklich Adrian Börkei zu Fall brachte und damit einen Penalty verursachte, den der Gefoulte erst im
Nachschuss verwandelte (43.) kamen die Gastgeber zum nun längst fälligen Ausgleich.
Recklinghausen blieb aber am Drücker, fand nun aber immer seinen Meister in Lukas Kost und hatte schließlich Pech, als Adrian
Börkei die Kugel aus dem Gewühl heraus zum 6:5 eindrückte (47.). Das letzte Aufbäumen des RHC brachte keine Wende mehr,
vielmehr machte nochmals Adrian Börkei mit dem 7:5 alles klar (50.).
ERG Iserlohn: L. Kost, T. Weber; N. Hilbertz, P. Kirtyan, C. Hegener, C. Nunez, A. Börkei, T. Henke. –
RHC Recklinghausen: D. Jakubiak, L. Andrioff; L. Sowade, P. Wagner, C. Rindfleisch, Niklas Nohlen, M. Angen-
endt, M. Schürmann, D. Cholewinski, Niko Nohlen. – Schiedsrichter: F. Schäfer / M. Brosien.

Torfolge: 1:0 (5.) A. Börkei, 1:1 (7.) C. Rindfleisch, 2:1 (11.) N. Hilbertz, 3:1 (12.) N. Hilbertz, 3:2 (17.) Niklas Nohlen, 3:3 (23.) Niko
Nohlen, 4:3 (25.) N. Hilbertz, 4:4 (30.) C. Rindfleisch, 4:5 (33./Direkter) Niklas Nohlen, 5:5 (43./Penalty) A. Börkei, 6:5 (45.)
A. Börkei, 7:5 (50.) A. Börkei. – Zeitstrafen: ERG 4 min (A. Börkei/33. – N. Hilbertz/50.) – RHC 2 min (Niklas Nohlen/43.) –
Teamfouls: ERG 6 – RHC 8.

Tim Graumann (ViSdP) • 0171 / 163 96 69 • presse-rollhockey@driv.de