SK Germania Herringen – ERG Iserlohn 6:3 (4:2)   Spiel 1
Der Titelverteidiger legt furios los, hatte nach elf Minuten durch Liam Hages (3.), Kevin Karschau (9.) und Lucas Karschau
(11./Penalty) einen klaren Vorsprung herausgeschossen. Doch dann machten die Germanen den Fehler, sich schon als sicherer
Sieger zu fühlen, was die Iserlohner umgehend nutzten: Christopher Hegener (11.) und Sergio Pereira (16.) brachten die ERGI
zurück ins Spiel.
Herringen wankte, fiel aber nicht, was aber an den Gästen selbst lag, die sich in Person von Adrian Börkei (22.) und Kai Milewski
(24.) zwei blaue Karten einhandelten. Deren Glück war es allerdings, dass Lucas Karschau nur den ersten Strafstoß verwandelte
und auch die Unterzahl in der Schlussphase des ersten Durchgangs schadlos überstanden wurde.
Das gab den Iserlohnern ausreichend Rückenwind, um nach dem Seitenwechsel ihrerseits stürmisch zu beginnen, was Sergio
Pereira das 3:4 einbrachte (29.). Nun war es eine spannende Begegnung, in der hüben wie drüben zahlreiche Chancen zustande
kamen, lange aber ohne zählbare Folgen. Und dann ging es plötzlich Schlag auf Schlag als Lucas Karschau binnen 100 Sekun-
den zweimal zuschlug und den Germanen damit das Tor zum Pokalsieg sehr weit öffnete.

SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Kar-
schau, Lu. Hages. – ERG Iserlohn: L. Kost, T. Weber; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, A. Börkei, S.

Pereira, T. Henke. – Schiedsrichter: T. Ehlert / T. Ullrich.
Torfolge: 1:0 (3.) Li. Hages, 2:0 (9.) K. Karschau, 3:0 (11./Penalty) L. Karschau, 3:1 (11.) C. Hegener, 3:2 (16.) S. Pereira, 4:2
(22./Direkter) L. Karschau, 4:3 (29.) S. Pereira, 5:3 (40.) L. Karschau, 6:3 (42.) L. Karschau. – Zeitstrafen: SKG 0 min – ERG 4
min (A. Börkei/22. – K. Milewski/24.) – Teamfouls: SKG 5 – ERG 12.

ERG Iserlohn – SK Germania Herringen 2:3 (0:2)  Spiel 2
Iserlohn hatte unmittelbar nach Ende des ersten Spiels eine Aufholjagd angekündigt und legte entsprechend engagiert los. Nach
gut 100 Sekunden zappelte die Kugel nach einer Aktion von Sergio Pereira auch tatsächlich im SGK-Tornetz, doch die Schieds-
richter Daniel Loewe und Michael Brosien hatten eine Regenwidrigkeit beim Erzielen des Treffers gesehen und verwehrten dem-
zufolge die Anerkennung.
Herringen ließ sich derweil nicht zweimal bitten und nahm den Schlagabtausch an, kam dabei ebenso zu guten Möglichkeiten wie
die Hausherren. Während es die Sauerländer aber immer wieder aus der Distanz versuchten, worauf sich SKG-Schlussmann
Timo Tegethoff bald eingestellt hatte, waren die Germanen in der Offensive variantenreicher. Das 1:0 aber resultierte aus einem
Bandencheck von Sergio Pereira gegen Lucas Karschau, wofür der ERG-Kapitän „Blau“ sah. Der Gefoulte trat selbst an den
Punkt und ließ ERG-Keeper Lukas Kost keine Chance (8.).
Vier Minuten später war die Luft bereits nahezu endgültig raus: Nachdem Robin Schulz die Kugel über die Linie geschoben hatte,
war den Hausherren anzusehen, dass sie nun nicht mehr so recht an den Pokalerfolg glaubten. Schließlich mussten nun schon in
der Summe beider Spiele fünf Treffer Differenz egalisiert werden.
Aber da war ja noch die Erinnerung an das Erstrundenmatch gegen Remscheid, als genau dieses Kunststück gelang – und dafür
nur zwölf Minuten benötigt worden waren. Gegen Herringen waren angesichts dessen noch üppige 38 Minuten auf der Uhr. Und
vielleicht hätte es tatsächlich noch einen merklichen Ruck gegeben, hätte Timon Henke nach blauer Karte für Lucas Karschau den
Strafstoß nicht zu zentral platziert, sodass er für Timo Tegethoff leichte Beute war (20.).
So aber verrann nach dem Seitenwechsel Minute um Minute, ohne dass sich am Spielstand etwas änderte. Wobei Herringen
souverän aus der Abwehr heraus auf Konter lauerte, was bei Iserlohns Fantasielosigkeit im Angriffsspiel nicht schwer war. Die
ERGler schossen immer wieder aus der Distanz, in der Hoffnung, dass der Ball – bewusst oder unbewusst – abgefälscht wird und
so ins Ziel findet. Doch damit erreichten sie gar nichts.
Als dann urplötzliche Stefan Gürtler direkt vor dem Iserlohner Tor übersehen wurde und sich die Ecke zum 3:0 aussuchen konnte
(34.), stand der Pokalsieger 2018 im Grunde fest. Dies wussten auch die Herringer, die fortan in aller Ruhe die Kugel durch die
eigenen Reihen laufen ließen. Auch das 1:3 durch Nils Hilbertz (36.) als unmittelbare Folge einer Zeitstrafe für Stefan Gürtler
brachte sie nicht aus der Ruhe.

Iserlohn beschwor zwar nochmals den Geist vom Remscheid-Duell, konnte letztlich aber nicht mehr als das 2:3 durch Adrian Bör-
kei erzielen (47.). Das mögliche 3:3 verpasste letztlich Sebastian Glowka, der nach „Blau“ für Kevin Karschau den Direkten zu
unplatziert schoss (49.). Dass es überhaupt noch einmal so weit kommen konnte lag daran, dass sich Herringen nach doppelter
Zeitstrafe für Timon Henke den Luxus erlaubt hatte, eine vierminütige Überzahl ohne weiteren Treffer gelassen zu haben.
ERG Iserlohn: L. Kost, T. Weber; P. Kirtyan, N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, C. Hegener, A. Börkei, S. Pereira, T. Henke. –

SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, J. Klein, R. Schulz, L. Karschau, Lu. Ha-
ges. – Schiedsrichter: D. Loewe / M. Brosien.